Mit etwas Verzögerung ist es endlich soweit – ab dem 1. Juli erfüllt der Lions Club Limburg-Domstadt in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Limburg die letzten Wünsche von Menschen. 

Wenn die Menschen sich in ihrer letzten Lebensphase befinden, den Tod vor Augen, kommen oftmals lang gehegte Wünsche auf. Noch einmal etwas am Lieblingsplatz verweilen. Sich von alten Freunden verabschieden. Nochmal ein Museum besuchen. Rund 2.000 sterben jedes Jahr im Landkreis und nicht von allen können diese letzten Wünsche erfüllt werden. In Hessen gibt es zwar den ASB-Wünschewagen, doch die Wege zum Wunsch waren oft lang und bürokratisch. Dies wollte Dirk Joeres, noch Präsident des Lions Club Limburg-Domstadt ändern und einen eigenen Wünschewagen für den Landkreis installieren. Für diese Idee erhielt er sehr viel Zuspruch und Unterstützung.

 

Der Wagen selbst hat von außen nichts von einem Krankenwagen. Türkis und gelb sind die Farben des Wagens, eine Pusteblume ziert das Logo „Wünsche werden wahr“. Ein freundlicher Wagen, welcher ein Lächeln aufs Gesicht zaubert wurde da aus dem alten Krankenwagen gezaubert. Im Inneren sind die Unterschiede zu einem Rettungswagen geringer. Der medizinische Standard ist der Gleiche, nur der Transport insgesamt verläuft bequemer.

Ab 1. Juli in Betrieb

Bereits im März sollte es mit dem Erfüllen von Wünschen losgehen, doch dann kam Corona und sorgte für eine starke Verzögerung. Doch jetzt am 1. Juli wird es endlich losgehen. Der Lions Club, der das Projekt in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Limburg an den Start bringt, stellte nun den umgebauten und umgestalteten Krankentransportwagen der Öffentlichkeit vor. Mit dabei waren der Schirmherr, Regierungspräsident Christoph Ullrich, Limburgs Bürgermeister Marius Hahn und der Vorsitzende vom Kreisverband, Mandfred Michel. Sie alle freuen sich, dass es endlich losgeht und die letzten Wünsche von Menschen erfüllt werden können.

Dr. Marius Hahn, Stephan Schmidt, Dirk Joeres, Christoph Ullrich, Manfred Michel, Helmut Petri und Peter Jefremow (v.l.n.r) stellten den Krankenwagen zur Wunscherfüllung vor.

Unheilbar kranke Menschen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg dürfen sich mit ihren Wünschen melden. Ziele in einem Umkreis von 250 Kilometer werden angefahren. Die fachgerechte Betreuung der Fahrgäste wird durch ehrenamtliche Fachkräfte des DRK sowie anderer Hilfsorganisationen gewährleistet. Eine Begleitperson darf mitfahren. „Mit Geld kann man vieles kaufen“, so Joeres bei der Präsentation des Fahrzeuges, „doch was ist mit den Wünschen sterbenskranker Menschen? Durch meinen Beruf habe ich mit Hilfsorganisationen zu tun. Mir sind die überregionalen Projekte zur Wunscherfüllung sterbenskranker Menschen bekannt sowie die Problematik der Verfügbarkeit notwendiger Fahrzeuge.“ Und den sterbenskranken Menschen fehlt jedoch die Zeit. Damit war die Idee geboren, ein solches Projekt für den Landkreis zu implementieren.

Humaner Umgang mit der Sterblichkeit

Für den Schirmherrn Christoph Ullrich ist diese Aktion ein wichtiger Beitrag für einen humaneren Umgang mit dem Thema Sterblichkeit. „Diese letzte Phase im Leben eines jeden Menschen würdevoll zu gestalten, sehe ich als herausragende Aufgabe an“, so Ullrich. Wie die Gesellschaft mit ihren sterbenden Menschen umgehen würde, würde ihr wahres Gesicht zeigen. Solche Projekte kann jeder unterstützen, sei es finanziell oder durch die eigene Zeit. Peter Jefremow vom Palliativnetzwerk Limburg-Weilburg unterstützt ebenfalls gerne das Projekt und freue sich auf die Zusammenarbeit. Er sieht das Palliativnetzwerk als Mittler zwischen den Sterbenden und den letzten Wünschen. Marius Hahn sieht in dem Projekt ein „ganz tolles Zeichen der Mitmenschlichkeit.“ Denn manchmal wünschen sich die Sterbenden, einfach nur nochmal Abschied von den Angehörigen nehmen zu können. „Vielen lieben Dank für den Impuls zu diesem Projekt“, so Hahn.

Projekt auf drei Jahre angelegt

Auch wenn Dirk Joeres demnächst die Präsidentschaft des Lions Club weitergibt, ist das Projekt damit nicht zu Ende. Es ist zunächst auf drei Jahre angelegt und rund 40 Menschen sollen im Jahr davon profitieren. Seiner Meinung nach ist es mit eines der ambitioniertesten Projekte seines Club der vergangenen Jahre. „Aber sterbenskranken Menschen einen letzten Wunch zu erfüllen, ist jede Anstrengung wert“, so Joeres. Personell wird dieses Projekt durch den DRK gestemmt, aber auch finanziell muss einiges investiert werden. Für die nächsten drei Jahre plant der Lions Club ein Budget von 55.000 Euro. Den Großteil wird der Club alleine stemmen können, aber freut sich auch über Spenden. In den sozialen Medien konnten sie sehen, dass ein großes Interesse für das Projekt besteht. Daher hofft Joeres neben der bisherigen Unterstützung, dass diese auch zukünftig anhält.

Suche nach ehrenamtlichen Helfern

Lions Club und DRK organisieren gerne Fahrten, Besuche von Verwandten, Kulturveranstaltungen oder den Besuch von Sehenswürdigkeiten. Die Wunscherfüllung ist natürlich für die Fahrgäste kostenlos. Die Koordination der Fahrten und Helfer übernimmt der 2. Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Helmut Petri. Er bedankt sich für die großartige Idee. In den Pflegeeinrichtungen und Familien würden häufig die Mittel sowie die Möglichkeiten fehlen, Schwertskranken ihren letzten Wunsch zu erfüllen. „Für einen Tag soll die Krankheit, die das Leben für die Schwerstkranken und ihre Familien bestimmt, in den Hintergrund rücken.“ Auch wenn er schon ehrenamtliche Helfer hat, die die Fahrten begleiten, würde er sich freuen, wenn sich weitere Helfer finden. Diese begleiten den Fahrgast immer zu zweit bei einer Fahrt. Sie werden natürlich vor dem Einsatz im Umgang mit den sterbenskranken Menschen geschult.

Mit etwas Verzögerung ist es endlich soweit – ab dem 1. Juli erfüllt der Lions Club Limburg-Domstadt in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Limburg die letzten Wünsche von Menschen. Wenn die Menschen sich in ihrer letzten Lebensphase befinden, den Tod vor Augen, kommen oftmals lang gehegte Wünsche auf. Noch einmal etwas am Lieblingsplatz verweilen. Sich von alten Freunden verabschieden. Nochmal ein Museum besuchen. Rund 2.000 sterben jedes Jahr im Landkreis und nicht von allen können diese letzten Wünsche erfüllt werden. In Hessen gibt es zwar den ASB-Wünschewagen, doch die Wege zum Wunsch waren oft lang und bürokratisch. Dies wollte Dirk Joeres, noch Präsident des Lions Club Limburg-Domstadt ändern und einen eigenen Wünschewagen für den Landkreis installieren. Für diese Idee erhielt er sehr viel Zuspruch und Unterstützung. Der Wagen selbst hat von außen nichts von einem Krankenwagen. Türkis und gelb sind die Farben des Wagens, eine Pusteblume ziert das Logo „Wünsche werden wahr“. Ein freundlicher Wagen, welcher ein Lächeln aufs Gesicht zaubert wurde da aus dem alten Krankenwagen gezaubert. Im Inneren sind die Unterschiede zu einem Rettungswagen geringer. Der medizinische Standard ist der Gleiche, nur der Transport insgesamt verläuft bequemer. Ab 1. Juli in Betrieb Bereits im März sollte es mit dem Erfüllen von Wünschen losgehen, doch dann kam Corona und sorgte für eine starke Verzögerung. Doch jetzt am 1. Juli wird es endlich losgehen. Der Lions Club, der das Projekt in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Limburg an den Start bringt, stellte nun den umgebauten und umgestalteten Krankentransportwagen der Öffentlichkeit vor. Mit dabei waren der Schirmherr, Regierungspräsident Christoph Ullrich, Limburgs Bürgermeister Marius Hahn und der Vorsitzende vom Kreisverband, Mandfred Michel. Sie alle freuen sich, dass es endlich losgeht und die letzten Wünsche von Menschen erfüllt werden können. Dr. Marius Hahn, Stephan Schmidt, Dirk Joeres, Christoph Ullrich, Manfred Michel, Helmut Petri und Peter Jefremow (v.l.n.r) stellten den Krankenwagen zur Wunscherfüllung vor. Unheilbar kranke Menschen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg dürfen sich mit ihren Wünschen melden. Ziele in einem Umkreis von 250 Kilometer werden angefahren. Die fachgerechte Betreuung der Fahrgäste wird durch ehrenamtliche Fachkräfte des DRK sowie anderer Hilfsorganisationen gewährleistet. Eine Begleitperson darf mitfahren. „Mit Geld kann man vieles kaufen“, so Joeres bei der Präsentation des Fahrzeuges, „doch was ist mit den Wünschen sterbenskranker Menschen? Durch meinen Beruf habe ich mit Hilfsorganisationen zu tun. Mir sind die überregionalen Projekte zur Wunscherfüllung sterbenskranker Menschen bekannt sowie die Problematik der Verfügbarkeit notwendiger Fahrzeuge.“ Und den sterbenskranken Menschen fehlt jedoch die Zeit. Damit war die Idee geboren, ein solches Projekt für den Landkreis zu implementieren. Humaner Umgang mit der Sterblichkeit Für den Schirmherrn Christoph Ullrich ist diese Aktion ein wichtiger Beitrag für einen humaneren Umgang mit dem Thema Sterblichkeit. „Diese letzte Phase im Leben eines jeden Menschen würdevoll zu gestalten, sehe ich als herausragende Aufgabe an“, so Ullrich. Wie die Gesellschaft mit ihren sterbenden Menschen umgehen würde, würde ihr wahres Gesicht zeigen. Solche Projekte kann jeder unterstützen, sei es finanziell oder durch die eigene Zeit. Peter Jefremow vom Palliativnetzwerk Limburg-Weilburg unterstützt ebenfalls gerne das Projekt und freue sich auf die Zusammenarbeit. Er sieht das Palliativnetzwerk als Mittler zwischen den Sterbenden und den letzten Wünschen. Marius Hahn sieht in dem Projekt ein „ganz tolles Zeichen der Mitmenschlichkeit.“ Denn manchmal wünschen sich die Sterbenden, einfach nur nochmal Abschied von den Angehörigen nehmen zu können. „Vielen lieben Dank für den Impuls zu diesem Projekt“, so Hahn.

Projekt auf drei Jahre angelegt Auch wenn Dirk Joeres demnächst die Präsidentschaft des Lions Club weitergibt, ist das Projekt damit nicht zu Ende. Es ist zunächst auf drei Jahre angelegt und rund 40 Menschen sollen im Jahr davon profitieren. Seiner Meinung nach ist es mit eines der ambitioniertesten Projekte seines Club der vergangenen Jahre. „Aber sterbenskranken Menschen einen letzten Wunch zu erfüllen, ist jede Anstrengung wert“, so Joeres. Personell wird dieses Projekt durch den DRK gestemmt, aber auch finanziell muss einiges investiert werden. Für die nächsten drei Jahre plant der Lions Club ein Budget von 55.000 Euro. Den Großteil wird der Club alleine stemmen können, aber freut sich auch über Spenden. In den sozialen Medien konnten sie sehen, dass ein großes Interesse für das Projekt besteht. Daher hofft Joeres neben der bisherigen Unterstützung, dass diese auch zukünftig anhält. Suche nach ehrenamtlichen Helfern Lions Club und DRK organisieren gerne Fahrten, Besuche von Verwandten, Kulturveranstaltungen oder den Besuch von Sehenswürdigkeiten. Die Wunscherfüllung ist natürlich für die Fahrgäste kostenlos. Die Koordination der Fahrten und Helfer übernimmt der 2. Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Helmut Petri. Er bedankt sich für die großartige Idee. In den Pflegeeinrichtungen und Familien würden häufig die Mittel sowie die Möglichkeiten fehlen, Schwertskranken ihren letzten Wunsch zu erfüllen. „Für einen Tag soll die Krankheit, die das Leben für die Schwerstkranken und ihre Familien bestimmt, in den Hintergrund rücken.“ Auch wenn er schon ehrenamtliche Helfer hat, die die Fahrten begleiten, würde er sich freuen, wenn sich weitere Helfer finden. Diese begleiten den Fahrgast immer zu zweit bei einer Fahrt. Sie werden natürlich vor dem Einsatz im Umgang mit den sterbenskranken Menschen geschult.

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